Der Schweizer Psychiater Carl Jung machte Introversion und Extraversion vor über einem Jahrhundert zu zentralen Elementen seiner Theorie der psychologischen Typen. Heute werden diese Begriffe als zusammenfassende Beschreibung dafür verwendet, wie gesellig jemand ist, obwohl Jungs ursprüngliche Unterscheidung viel umfassender war als nur Partys zu mögen oder von anderen Menschen umgeben zu sein.
In seinem Werk "Psychologische Typen", das 1921 veröffentlicht wurde, beschrieb Jung Introversion und Extraversion als unterschiedliche Orientierungen, die über oberflächliche Geselligkeit hinausgehen. Die von ihm bevorzugte Schreibweise war "extravertiert" (extravert), nicht die heutzutage gebräuchlichere Form.
Diese ursprüngliche Unterscheidung, die Jung vorschlug, wirft in der Ära der generativen künstlichen Intelligenz eine Frage auf. Die Frage lautet: Wenn Menschen sich darin unterscheiden, wie sie sich natürlich nach ihrer inneren und äußeren Welt orientieren, sollten sie dann nicht auch KI auf unterschiedliche Weise nutzen?




