Air France-KLM hat in sein bindendes Angebot zum Erwerb von 44,9% der TAP die Möglichkeit aufgenommen, dass der portugiesische Staat ganz oder teilweise Aktien der kaufenden Gruppe als Gegenleistung erhält. Diese Option würde es dem Staat ermöglichen, einen Teil oder den gesamten Verkaufserlös gegen eine Beteiligung an Air France-KLM einzutauschen, die er anschließend an der Börse verkaufen oder halten könnte, um auf eine mögliche Wertsteigerung zu setzen. Die Lufthansa sieht diese Alternative in ihrem Angebot nicht vor.
Die Angebote beider Gruppen wurden von der Regierung von Luís Montenegro als insgesamt sehr nah beieinanderliegend eingestuft, was zur Eröffnung einer Phase bilateraler Verhandlungen mit beiden Unternehmen führte. Die Exekutive könnte verlangen, dass die Gegenleistung für den Verkauf ausschließlich in bar erfolgt. Air France-KLM verfügt über Erfahrung in der Koexistenz mit Staaten im Kapital, da die französische und die niederländische Regierung Aktionäre der Gruppe sind.
Die Verhandlungen laufen bis Ende September, anschließend folgen die Vorlage der überarbeiteten endgültigen Angebote und eine neue Bewertung durch die Parpública. Der Gewinner der Privatisierung soll Mitte Oktober bekannt gegeben werden, nach der Einreichung des Vorschlags für das Staatsbudget 2027 im Parlament, der bis zum 10. Oktober erwartet wird.




