Merkur, der kleinste Planet des Sonnensystems und der sonnennächste Planet, könnte möglicherweise deutlich schneller schrumpfen als Wissenschaftler angenommen hatten. Eine neue in der Zeitschrift Geophysical Research Letters am Donnerstag veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass die Kontraktion des Planeten zwischen 10% und 30% größer war als frühere Projektionen, was einer Verringerung des Durchmessers um bis zu 23 Kilometer über etwa 4,5 Milliarden Jahre entsprechen würde.
Die Forscher entdeckten, dass ein Teil der durch das Schrumpfen des Merkur hinterlassenen Signale unter Kratern und Trümmerablagerungen verborgen war, die aus Milliarden von Jahren von Einschlägen auf der Oberfläche des Planeten resultierten. Indem sie diese unebeneren Gebiete berücksichtigten, konnten die Wissenschaftler zu einer Schätzung der Kontraktion gelangen, die größer ist als zuvor identifiziert.
Der Planet Merkur ist durch Merkmale gekennzeichnet, die als „Falten" auf seiner Oberfläche bekannt sind und aus dem Abkühlungs- und Kontraktionsprozess seines Inneren im Laufe der Zeit resultieren.




