Die Bundespolizei hat 49 Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbeschlüsse vollstreckt, die vom Minister des Obersten Gerichtshofs, Flávio Dino, genehmigt wurden, um zu untersuchen, ob öffentliche Gelder aus Parlamentsanträgen des Abgeordneten Mario Frias (PL-SP) für die Finanzierung des Films "Dark horse" abgezweigt wurden. Die Operation fand gestern statt und zielt darauf ab, angebliche Illegalitäten bei der Verwendung der Mittel aufzuklären.
Laut Ermittlern könnten 750.000 R$, fast die Hälfte des vom Kongressabgeordneten für ein Projekt zur 'digitalen Literalität' von Kindern bestimmten Betrags, für die Finanzierung eines Teils der Filmproduktion verwendet worden sein. Die Polizei sucht nach Beweisen dafür, dass öffentliche Mittel in die Kasse des Films umgeleitet wurden.
Die Aktion der Bundespolizei übt Druck auf die Kandidatur von Flávio Bolsonaro (PL) aus, der eine Erholung in den Wahlumfragen feierte. Der Senator betonte stets öffentlich, dass der Film "Dark horse" ausschließlich mit privatem Geld finanziert wurde.
Der Optimismus von Flavio Bolsonaro wurde in den letzten Tagen durch die Entwicklung der Krise am Obersten Gerichtshof und durch die Assoziation verstärkt, die Teile der Wählerschaft zwischen dem Kandidaten der PT und Alexandre de Moraes herstellten, der zentralen Figur in diesem Moment institutioneller Instabilität.




