Die Ratingagentur Fitch hat das Rating Portugals von A auf A+ angehoben und das Land damit auf die Ebene von Frankreich und Belgien gehoben. Mit diesem Anstieg liegt Portugal nur noch hinter sechs Ländern der Eurozone in Bezug auf das Rating: Deutschland, Niederlande, Luxemburg, Österreich, Finnland und Irland. Die Fitch betonte die Reduzierung der Staatsverschuldung, die Verbesserung der Haushaltssalden und das wirtschaftliche Wachstum als entscheidende Faktoren für diese Entscheidung.
Der Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento klassifizierte die Heraufstufung als „einen weiteren großen Sieg Portugals" und betonte, dass sie „in einem geopolitischen und wirtschaftlichen Kontext erfolgte, der noch von Unsicherheit und Instabilität geprägt ist". Die fünf größten portugiesischen Banken - Caixa Geral de Depósitos, BCP, Novobanco, Santander Totta und BPI - veröffentlichten Mitteilungen, in denen sie die Entscheidung begrüßten.
Die Banker sind sich einig, dass die Heraufstufung eine Anerkennung der Haushaltskonsolidierung und der wirtschaftlichen Leistung des Landes darstellt. Paulo Macedo, CEO der CGD, erklärte, die Entscheidung „bestätigt die Stärkung der finanziellen Glaubwürdigkeit des Landes", während Miguel Maya vom BCP den Anstieg der konsequenten Leistung der portugiesischen Unternehmer zuschrieb. Isabel Guerreiro vom Santander Totta hob hervor, dass die Verbesserung die Finanzierungskosten für den Staat, Unternehmen und Familien senken kann.
Der Investmentdirektor der Banco Carregosa, Filipe Silva, ordnete die Entscheidung ein und merkte an, dass „ein erheblicher Teil des Nutzens bereits in den aktuellen Renditeniveaus der portugiesischen Staatsanleihen reflected sein dürfte". Laut Filipe Silva ist der Sprung von A auf A+ nicht so transformativ wie ein Anstieg von BBB auf A, obwohl er neue institutionelle Anleger anziehen kann, die formalen Ratingbeschränkungen unterliegen.




