Der Sommer 2024 wurde zum heißesten, der jemals in Europa verzeichnet wurde, und übertraf den historischen Referenzwert von 2003, mit verlängerten Trockenperioden, aufeinanderfolgenden Tagen über 35 Grad und Auswirkungen auf Flüsse und landwirtschaftliche Ernten. Sieben Länder — Spanien, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Irland, die Niederlande, Belgien und Österreich — erlebten den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen, obwohl die Verteilung der Extreme zwischen den Regionen heterogen war.
Portugal gehörte nicht zu den Ländern mit Rekorden bei der durchschnittlichen Quartalstemperatur, erlebte jedoch ungewöhnliche Episoden. Der Juni verzeichnete eine Durchschnittstemperatur von 22,40°C, etwa 2,05°C über dem Durchschnitt, und war damit der viertwärmste seit 1931, mit nur 6,9 Millimetern Regen. Der Juli wurde als trockenster des Jahrhunderts auf dem portugiesischen Festland eingestuft, mit 0,8 Millimetern durchschnittlichem Niederschlag, was 8 Prozent des historischen Wertes entspricht. Die Hitzewelle vom Ende Juni bis zum 11. Juli wurde vom IPMA als eines der bedeutendsten Ereignisse seit 1981 identifiziert, wobei Mora im Juli 44,3°C erreichte.
In Deutschland lag die vorläufige Durchschnittstemperatur bei 19,6°C, der zweithöchste Wert seit 1881, wobei Möckern-Drewitz am 27. Juni 41,8°C erreichte. Das Vereinigte Königreich erlebte den heißesten Sommer seit 1884, mit einer Durchschnittstemperatur von 16,5°C, während die Niederlande 19,3°C erreichten und den bisherigen Rekord von 2018 übertrafen. In Belgien überstieg die Quartalsdurchschnittstemperatur zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen 1833 die 20°C, und Österreich überschritt erstmals die 41°C-Marke in Bad Deutsch-Altenburg.
Die Konsequenzen gingen über den meteorologischen Bereich hinaus. Der Wasserstand der Flüsse Rhein und Donau sank erheblich, was die Binnenschifffahrt einschränkte. In der Landwirtschaft führten die Ernteausfälle bei europäischen Getreide, insbesondere Mais, zu Störungen in der Inlandsversorgung und eröffneten Raum für einen erheblichen Anstieg der Einfuhren aus Drittlandmärkten, wobei die aus Argentinien stammenden Mengen besonders hervorstachen.




