Am 11. September 2001 flüsterte ein Berater dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush während einer Lesestunde in einer Schule die Worte "Die Vereinigten Staaten werden angegriffen" zu, unterbrach damit seine Agenda und veranlasste ihn, an Bord der Air Force One zu einem Flug ohne festes Ziel aufzubrechen. An jenem Morgen wurde amerikanisches Territorium zum Schauplatz des größten terroristischen Anschlags der Geschichte, als Flugzeuge das World Trade Center in New York, das Pentagon in Washington und eine dritte Maschine in einem ländlichen Gebiet in Pennsylvania trafen, wobei 2.977 Menschen ums Leben kamen.
Nach den Anschlägen hielt Bush seine erste Ansprache an die Nation und erklärte: "Wir werden keinen Unterschied machen zwischen den Terroristen, die diese Taten begangen haben, und denen, die ihnen Unterschlupf gewähren." Der Präsident erklärte ebenfalls, dass sich die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten mit allen zusammenschließen, die Frieden und Sicherheit in der Welt anstreben.
Der Artikel weist darauf hin, dass der 11. September heute als ein Wendepunkt eines komplexen Prozesses von Veränderungen im amerikanischen Ethos angesehen wird, sowohl innerhalb der Landesgrenzen als auch vor den Augen der Welt. Nach 25 Jahren scheint dieser Prozess noch weit vom Ende entfernt zu sein, was darauf hindeutet, dass die Reaktion der USA auf die Anschläge den Verfall der amerikanischen Hegemonie beschleunigt haben könnte.




