Die Europäische Kommission veröffentlicht jährlich ihren Bericht über die Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedstaaten. Dieser Bericht überwacht die Situation der Justiz in jedem Land und identifiziert Bereiche, die verbessert werden müssen. Das Dokument dient als Warn- und Überwachungsinstrument für die nationalen Regierungen.
Seit mehreren Jahren besteht der europäische Bericht auf der Notwendigkeit, die personellen Ressourcen zu verstärken und die Effizienz der portugiesischen Justiz zu verbessern. Die Kommission hebt ausdrücklich die Rolle der Justizbeamten als wesentliches Element für das Funktionieren des Rechtssystems hervor. Diese Empfehlungen wurden in den jährlichen Bewertungen konsequent wiederholt.
Der Bericht von 2026, der im Juli veröffentlicht wurde, präsentiert eine aktualisierte Sicht der Situation in Portugal. Das Dokument zeigt eine Verschlechterung der Verzögerungen und Rückstände in den Verwaltungs- und Finanzgerichten und weist darauf hin, dass dieser spezifische Bereich des Rechtssystems wachsende Probleme bei Effizienz und Produktivität aufweist.
Zusätzlich zu den Rückstandsproblemen identifiziert der Bericht weitere Schwierigkeiten im portugiesischen Rechtssystem. Es werden der Verfall der Gerichtseinrichtungen und damit zusammenhängende Sicherheitsfragen genannt. Diese Probleme tragen zu einem Bild struktureller Herausforderungen bei, die das reibungslose Funktionieren der Justiz im Land beeinträchtigen.




