Die britische Schöpferin ghanaischer Abstammung Yinka Esi Graves präsentierte die Choreografie "The Disappearing Act" zur Saisoneröffnung des Centro Cultural de Belém (CCB) in Lissabon, diese Woche Freitag und Samstag. Das Stück wurde während der Rentrée des CCB gezeigt und markierte die Rückkehr der kulturellen Programmierung der Institution.
In dem Werk hinterfragt Graves die Unsichtbarkeit des afrikanischen Erbes im Flamenco und erforscht die Art und Weise, wie dieser Beitrag historisch aus dieser Kunstform gelöscht wurde. Der Titel "The Disappearing Act" (Der Verschwindetrick) spiegelt direkt dieses zentrale Thema der Choreografie wider.
Die Künstlerin bringt auf die Bühne eine Reflexion über Identität und Zugehörigkeit und verbindet ihre ghanaischen Wurzeln mit der Flamenco-Tradition. Die Arbeit fügt sich in eine zeitgenössische Strömung von Künstlern ein, die kulturelle Narrative, die häufig marginalisiert wurden, wiederaufleben lassen und neu schreiben.
Mit dieser Präsentation eröffnete das CCB seine Saison mit einem Vorschlag, der Tanz, Geschichte und kulturelles Gedächtnis verwebt und das Publikum einlädt, neu zu betrachten, was in künstlerischen Traditionen sichtbar und unsichtbar ist.




