Die Vereinigten Staaten sollen Kuba im Gegenzug für den Rücktritt des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel Öl angeboten haben, laut Informationen des Miami Herald. Die diplomatischen Gespräche fanden während einer Zeit großen wirtschaftlichen Drucks auf die Karibikinsel statt.
Die Verhandlungen fanden in einem Moment der "maximalen Erstickung" für Kuba statt, als das Land mit ernsthaften wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten konfrontiert war. Die Situation verschlechterte sich erheblich nach dem Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro in Venezuela, der der wichtigste internationale Verbündete Havannas war.
Maduro verließ sein Amt während einer von den USA durchgeführten Militäroperation in Venezuela im Januar, was einen schweren Schlag für die kubanische Regierung darstellte, die damit ihren wichtigsten regionalen Verbündeten und ihre Quelle für subventioniertes Öl verlor.
Diese Episode fügt sich in einen breiteren Kontext der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und den linken Regierungen in Lateinamerika ein, in einer Zeit, in der Washington versuchte, die sogenannte "Troika der Tyrannei" bestehend aus Kuba, Venezuela und Nicaragua zu schwächen.




