Der Präsident der Vereinigung der Technischen Weinbauern des Alentejo (ATEVA), Nuno Rodrigues, wies auf Mängel bei der Kontrolle von importiertem Wein hin, der legal nach Portugal gelangt. Er vertrat die Ansicht, dass in den letzten sieben Jahren durchschnittlich etwa 70 Millionen Liter pro Jahr zwischen dem importierten Wein und dem Wein liegen, dessen Ziel anschließend durch die Markteinführungs declarations identifiziert wird. In einem Interview mit Alentrium am Tag, an dem sich Weinbauern an 39 Orten des Landes manifestierten, erklärte Nuno Rodrigues, dass es nicht um eine ungenehmigte Einfuhr gehe, sondern um die Unfähigkeit, den Weg des Weins auf dem Inlandsmarkt nach seinem legalen Eingang zu verfolgen.
Der Präsident der ATEVA hielt fest, dass das Fehlen einer detaillierten Nachverfolgung Bedingungen schafft, unter denen importierter Wein möglicherweise in ein als portugiesisch oder zertifiziert deklariertes Produkt eingearbeitet werden könnte. Es handele sich um einen Verdacht und ein Risiko aufgrund fehlender Kontrollen, nicht um eine nachgewiesene verbreitete Praxis. Nuno Rodrigues verdeutlichte dies am Beispiel eines Betriebs, der eine höhere Produktion deklarieren könnte als tatsächlich im Weinberg erzielt, und diese Differenz mit von außerhalb erworbenem Wein ausgleichen könnte. Der Verband lehnt es ab, dass die Lösung in einem Importverbot besteht, und vertritt die Auffassung, dass die Regeln für importierte Weine denselben Regeln wie für zertifizierte Weine folgen sollten.
Die ATEVA schlägt die Nutzung des Weinbau- und Weinerfassungssystems (SIVV) vor, um aktuelle Konten für importierte und nicht zertifizierte Weine zu gewährleisten und es den regionalen Weinbaukommissionen zu ermöglichen, direkt an der Überwachung teilzunehmen. Nuno Rodrigues sprach sich außerdem für die Einführung eines Modells nach dem Vorbild des französischen Egalim-Gesetzes aus, das dazu dienen soll, ein größeres Gleichgewicht in der Wertschöpfungskette einzuführen. Der Verband zeigte sich zuversichtlich, dass diese Finanzierung der Überwachung aus den bereits vom Sektor erhobenen Gebühren resultieren könnte, ohne neue Belastungen für die Steuerzahler.
Die landesweite Mobilisierung, die unter dem Motto „Nein zur Betrügerei, ja zum Portugiesischen" stattfand, wurde weder von der ATEVA noch von den institutionellen Strukturen des Sektors organisiert, sondern ging aus einer Gruppe in sozialen Netzwerken hervor. Die ATEVA beschloss, die Mobilisierung zu unterstützen und die Mitglieder zur Teilnahme zu ermutigen, wobei die Beteiligung der Produzenten mitten in der Weinlese als Zeichen des bestehenden Unmuts gewertet wurde. Der Verband beabsichtigt nun, den Forderungen institutionell Nachdruck zu verleihen und sie an das Landwirtschaftsministerium weiterzuleiten.




