Die Arbeiterpartei soll die Einführung von Mandaten für Minister oberster Gerichte vorschlagen in einer Resolution des Partexekutivkomitees, die noch an diesem Donnerstag veröffentlicht werden soll. Der Vorschlag entsteht angesichts der beispiellosen institutionellen Krise des Obersten Gerichtshofs.
Nach Angaben des Parteivorsitzenden Edinho Silva soll der Text den Beginn einer Debatte über das Thema anstoßen, ohne Details darüber zu bringen, wie viele Jahre ein Mandat dauern und wie dies umgesetzt werden würde. "Wir werden die Debatte über Mandate eröffnen, wir spezifizieren oder detaillieren nichts", erklärte Edinho.
Bei der Wahl 2018, als die PT zunächst Luiz Inácio Lula da Silva als Präsidentschaftskandidaten und später Fernando Haddad aufgestellt hatte, sah das Regierungsprogramm bereits die Einführung von Mandaten für Minister des Obersten Gerichtshofs und höherer Gerichte vor.
In jener Zeit befand sich die Partei in einem Konflikt mit dem Gerichtshof, der einen Habeas-Corpus-Antrag abgelehnt hatte, um Lula vor der Verhaftung zu bewahren, sowie auch die Möglichkeit, dass er in diesem Wahlkampf kandidieren konnte. In der Stichwahl 2018, als es notwendig war, das Programm abzumildern, um Wählerstimmen zu gewinnen, zog die PT die Initiative teilweise zurück.




