Die ANAV – Vereinigung der nationalen Reisebüros begrüßte die Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union, die die Blockierung der Übernahme der Etraveli Group durch Booking Holdings bestätigte, und betrachtete sie als grundlegend für die Verteidigung des Tourismus und des Gleichgewichts des europäischen Marktes. Der Verband unter der Leitung von Miguel Quintas betrachtete das Urteil als Bestätigung der Bedeutung der Wahrung des Wettbewerbs und der Vielfalt der Vertriebskanäle in der Branche.
Der Gerichtshof wies die Berufung von Booking zurück und bestätigte die Entscheidung der Europäischen Kommission von 2023, die das Geschäft verhinderte. Brüssel argumentierte, dass der Kauf von Etraveli – einem der führenden europäischen Online-Flugbuchungsanbieter – die bereits dominante Position von Booking auf dem Markt der Online-Reisebüros für Unterkünfte stärken würde, und dass diese Macht als Hebel genutzt werden könnte, um andere Segmente wie den Lufttransport zu dominieren.
Für die ANAV sind Innovation und die Größe der großen Plattformen positiv für den Tourismus, aber man darf sich nicht in Richtung eines Marktes entwickeln, in dem eine sehr kleine Anzahl von Betreibern schrittweise die Unterkünfte, den Transport und die übrigen Bestandteile der Reise kontrolliert. Der Verband betonte, dass die Vielfalt der Kanäle wesentlich für die Wahlfreiheit der Verbraucher, für Innovation und zur Sicherung des Überlebens unabhängiger Reisebüros ist.
Die ANAV setzt sich für ausgewogene Bedingungen zwischen den großen digitalen Plattformen und den unabhängigen Betreibern ein, insbesondere beim diskriminierungsfreien Zugang zu Inhalten, Tarifen, Verfügbarkeit und dem Inventar der Tourismusanbieter. Der Verband versichert, dass er weiterhin ein offenes, wettbewerbsorientiertes und vielfältiges Tourismus-Ökosystem gegenüber den nationalen und europäischen Institutionen verteidigen wird.




