Im letzten Vierteljahrhundert hatten die US-Präsidenten jedes Jahr eine unvermeidliche Verpflichtung: die Gedenkveranstaltungen in New York für die dschihadistischen Anschläge vom 11. September 2001, bei denen direkt 2.977 Menschen ums Leben kamen. Sie nahmen teil und hörten schweigend zu, während sie den Gefallenen Tribut zollten oder Gedichte und Auszüge aus der Verfassung lasen. Dies waren Veranstaltungen par excellence überparteilicher Natur.
Trump brach mit dieser Tradition, indem er nicht zu den Veranstaltungen in New York erschien, weil man ihm keine Rede halten ließ. Diese Entscheidung stellt einen Bruch mit der seit 25 Jahren etablierten Praxis dar, bei der die Präsidenten diskret und respektvoll an den Veranstaltungen teilnahmen.
Die Gedenkveranstaltungen zum 11. September stellten einen Moment nationaler Einheit dar, um der Gefallenen bei den verheerenden Anschlägen auf die Zwillingstürme in New York und auf das Pentagon in Washington zu gedenken. Das Land und seine politische Klasse zeigten sich durch den Kitt des Unglücks vereint.




