Der portugiesische Außenminister, Augusto Santos Silva, kritisierte heute im Parlament Maßnahmen, die einen "Sogeffekt" auf Migranten haben könnten. Die Erklärung erfolgt im Kontext der Migrationskrise, die Ceuta im Juli betraf, als Tausende von Menschen versuchten, in die spanische Exklave einzudringen.
Santos Silva betonte, dass der massive Zustrom von Migranten nach Ceuta keine Bedrohung für den Schengen-Raum darstellte, und widersprach damit Bedenken, die von anderen europäischen Ländern geäußert worden waren. Der Minister verteidigte, dass die Situation von den spanischen Behörden angemessen bewältigt worden sei.
Der Verweis auf einen "Sogeffekt" verdeutlicht die Besorgnis, dass bestimmte Politiken oder Maßnahmen mehr Menschen dazu ermutigen könnten, die Überfahrt zu versuchen, was Situationen mit Migrationsdruck an den europäischen Grenzen verschärfen würde. Diese Position Portugals steht im Einklang mit dem Ansatz anderer EU-Länder, die Politiken vermeiden wollen, die zusätzliche Migrationsströme anziehen könnten.




