Thales Alenia Space wird die Nutzlasten der 330 Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) der europäischen Konstellation IRIS 2 in einem Vertrag im Wert von rund 500 Millionen Euro im Rahmen eines Gesamtprogramms liefern, das voraussichtlich 3 Milliarden Euro überschreiten wird. Das Joint Venture zwischen dem französischen Unternehmen Thales (67%) und dem italienischen Unternehmen Leonardo (33%) hat eine Vereinbarung mit Eutelsat unterzeichnet, das für das LEO-Segment der Konstellation im Konsortium SpaceRISE verantwortlich ist, um die für die Satelliten bestimmten Ausrüstungen zu liefern.
Das IRIS 2-Projekt wird auf etwa 10 Milliarden Euro geschätzt und wird die Souveränität und Autonomie Europas im Weltraum stärken. Die Infrastruktur wird aus insgesamt 348 Satelliten bestehen, davon 18 im mittleren Erdorbit und 330 im niedrigen Erdorbit, aufgeteilt in 264 Modelle für den Dual-Use und 66, die ausschließlich in militärischen Ka-Bändern betrieben werden. Der Start ist für 2029 geplant.
Die IRIS 2-Konstellation wurde entwickelt, um sichere Regierungs kommunikation für Bereiche wie Katastrophenschutz, Notfallmanagement, Sicherheit und Verteidigung sowie kommerzielle Dienste zwischen Unternehmen zu gewährleisten. Hervé Derrey, President und CEO von Thales Alenia Space, erklärte, dass das Projekt den Höhepunkt der Telekommunikationskonstellationen darstellen wird und dass das Unternehmen sein Erbe in den Bereichen Konstellationen, digitale Nutzlasten, 5G-Kommunikation und Systemsicherheit nutzen wird.
Bei der industriellen Entwicklung wird Thales Alenia Space für die Nutzlasten in allen Schichten verantwortlich sein. In der ersten Schicht (66 LEO-Satelliten in Ka-Band) wird die Airbus Defence and Space die Plattformen liefern und die Integration durchführen. In der zweiten Schicht (264 LEO-Satelliten mit Ku/Ka-Bändern) werden die Plattformen von Aerospacelab entwickelt, mit einem geplanten Start für 2030.




