Die Polizei von São Paulo setzte Lithium-Spürhunde ein, um ein großes Lager gestohlener Handys in einem Gebäude in der Rua Guaianases im Zentrum der Stadt zu finden. Es war seit langem bekannt, dass gestohlene Geräte aus der Stadt an dieser Adresse landeten, die als echtes „Nest" dieser Ausrüstung fungierte und normalerweise als letzter von den Opfern gemeldeter Standort erschien. Die große Herausforderung war herauszufinden, in welcher spezifischen Wohnung die Gegenstände gelagert waren, da die Ortung nur das Gebäude anzeigte.
Die Technik der Lithium-Spürhunde war entscheidend, weil die Ortung der Geräte normalerweise das Gebäude, aber nicht die exakte Wohnung anzeigte, was die Behörden daran hinderte, willkürliche Durchsuchungen durchzuführen. Die Tiere sind darauf trainiert, das in den Handy-Akkus enthaltene Lithium zu erschnüffeln, wodurch sie identifizieren können, in welcher Einheit das Material versteckt war, und die rechtliche Genehmigung für die Operation ermöglichten.
Die Operation, genannt Frankmobile, mobilisierte am Donnerstag mehr als 1.700 Beamte verschiedener Institutionen, darunter die Kriminalpolizei, die Militärpolizei, die Strafvollzugspolizei, die Staatsanwaltschaft von São Paulo, das Sekretariat für öffentliche Sicherheit und das Finanzsekretariat. Die Untersuchung dauerte ungefähr zwei Jahre und zielte auf die gesamte Kette von Hehlerei und Verarbeitung gestohlener und geraubter Handys ab.




