Eine Umfrage der Brasilianischen Gesellschaft für Urologie (SBU), durchgeführt mit 1.500 Teilnehmern aus allen Regionen des Landes, ergab, dass 46% der Männer über 40 Jahren erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn sie bereits Symptome zeigen. Die Erhebung zeigte auch, dass Prostatakrebs die urologische Erkrankung ist, die bei ihnen die meiste Angst auslöst, genannt von 58% der Befragten.
Diese Daten gewinnen an Bedeutung angesichts der Prognose der The Lancet Commission, die eine globale Verdoppelung der Prostatakrebsfälle auf 2,9 Millionen schätzt, mit einem Anstieg von 85% bei den Todesfällen auf fast 700.000 bis 2040.
Die Richtlinien der Europäischen Gesellschaft für Urologie weisen darauf hin, dass männliche Harnwegssymptome multifaktorielle Ursachen haben und mit verschiedenen Gesundheitszuständen zusammenhängen können. Daher sollte die ärztliche Untersuchung auch assoziierte Erkrankungen, eingenommene Medikamente, Lebensgewohnheiten und andere Aspekte der Gesundheit des Patienten berücksichtigen.
Eine in der Panminerva Medica veröffentlichte wissenschaftliche Übersicht betont, dass die männliche Gesundheit lange Zeit nicht die gebührende Aufmerksamkeit erhalten hat. Das Thema erfordert einen gemeinsamen Ansatz, um sowohl Prostatakrebs als auch andere Erkrankungen, die möglicherweise die Symptome verursachen, frühzeitig zu erkennen.




