Bildung in Städte fernab der großen Zentren zu bringen, ist eine Herausforderung für die Demokratisierung des Wissens in Brasilien. Diese Schwierigkeit spiegelt sich in Zahlen wider: Die brasilianische Landbevölkerung im Alter von 18 bis 29 Jahren hat durchschnittlich 10,5 Jahre Schulbildung, während die städtische Bevölkerung derselben Altersgruppe 12,1 Jahre hat, laut dem Bericht der Hochschulbildungszählung, veröffentlicht vom Nationalen Institut für Bildungsstudien und Forschungen Anísio Teixeira (Inep).
Die niedrige Schulbildung spiegelt sich im Angebot an Arbeitskräften wider. Der Bericht Top 10 Risiken und Chancen im Agrarsektor von EY stuft "Anziehung, Entwicklung und Bindung von Mitarbeitern sowie Organisationskultur" als das zweitgrößte Risiko für den Sektor im Land ein und hebt hervor, dass es an vorbereiteten Fachkräften mangelt.
Dieses Problem wirkt sich direkt auf Unternehmen aus, aber die Lösung liegt auch in deren Verantwortung. Die Grupo Piracanjuba, eines der größten Unternehmen im brasilianischen Lebensmittelsektor, hat als zentrale Strategie in der Personalentwicklung Investitionen in Bildung definiert und bringt Qualifizierung zu ihren Mitarbeitern in neun Bundesstaaten des Landes.




