Vor fast 90 Jahren, Anfang September 1936, wurde das aufgenommen, was als das am häufigsten reproduzierte, zitierte und diskutierte Foto des Spanischen Bürgerkriegs gilt: das Bild eines Milizsoldaten, der an der Front von Córdoba fällt, zugeschrieben Robert Capa. Dieses Bild machte Capa zum Gründervater des modernen Kriegsfotografen.
Das Foto rückte erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit durch eine Ausstellung im Círculo de Bellas Artes in Madrid, die bis Januar 2026 geöffnet ist und deren Kurator Michel Lefebvre betont, dass noch Rätsel zu lösen bleiben. Darüber hinaus erklärte der Archäologe Fernando Penco kürzlich gegenüber der Zeitung The Telegraph, dass er überzeugt sei, dass die Urheberin des Fotos Gerda Taro gewesen sein könnte, Capas Partnerin – eine Hypothese, die über die Jahre hinweg mit Argumenten dafür und dagegen diskutiert wurde.
Lefebvre lieferte relevante Beiträge zum Werdegang des Archivs und dem tatsächlichen Datum der Ankunft in Barcelona, doch seit der großen Wende von 2009, als tiefgreifende Untersuchungen das bekannte Wissen über dieses ikonische Bild veränderten, ist wenig Neues hinzugekommen.




