Die Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, verteidigte im Parlament am 10. September, dass es schwierig sei, dass irgendein Land auf Katastrophen großen Ausmaßes vorbereitet sei, aber sie versicherte, dass die Exekutive beabsichtigt, Portugal widerstandsfähiger zu machen. Die Regierungsvertreterin erinnerte daran, dass die Regierung seit 2024 bereits sechs Ereignisse mit schwerwiegenden Folgen bewältigt hat, darunter die Dürre im Algarve, Waldbrände in Naturparks, den Stromausfall, neue Waldbrände, die Sturmfolge und die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten.
In Bezug auf die Sturmfolge, die hauptsächlich die Region Centro zu Beginn dieses Jahres traf, erklärte Maria da Graça Carvalho, dass die Maßnahmen vor, während und nach dem Ereignis erfolgten. Dank der guten Vorhersage des IPMA und der APA war die Regierung der Situation zuvorgekommen und hatte die Stauseen geleert. Die Aguieira-Talsperre ließ im Januar die dem jährlichen Verbrauch des städtischen Sektors des Landes entsprechende Menge ab. Dieselbe Vorgehensweise wurde beim Tejo und in geringerem Umfang beim Guadiana angewandt.
Bei den Wiederherstellungsmaßnahmen hob die Ministerin Projekte wie den Wiederaufbau des Damms und der Bewässerungskanäle zwischen dem Choupal von Coimbra und dem Rego-Kanal im Wert von 3,6 Millionen Euro hervor, die Sanierung der Überschwemmungen im Guadiana mit drei Millionen Euro sowie die künstliche Aufspülung des Küstenabschnitts Quarteira-Garrão mit 15 Millionen Euro. Die Schäden an den Wasser- und Abwassernetzen beliefen sich auf etwa 40 Millionen Euro, mit 229 Vorfällen bei der Wasserversorgung und 344 bei der Abwasserentsorgung.
Was das Stromnetz betrifft, so belief sich die Auswirkung auf 1,01 Millionen Kunden ohne Strom zum Spitzenzeitpunkt, 6.000 Kilometer betroffenes Netz, 12.000 Transformatorenstationen und 47 Umspannwerke. Die Wasserversorgungskapazität in Portugal liegt derzeit bei 77%, wobei der Guadiana bei 81%, der Algarve bei 77% und das Einzugsgebiet des Odelouca bei 76% liegt, während der Lima nur 51% und der Ave 59% aufweist.




