Die Regulierungsbehörde für Sozialkommunikation (ERC) analysierte detailliert die TVI-Sendung "Dois às 10", nachdem sie über viertausend Beschwerden von Zuschauern erhalten hatte. Die Regulierungsbehörde kam zu dem Schluss, dass der Sender und die Moderatorin Cristina Ferreira einen Fall sexueller Gewalt unangemessen behandelten und damit zur Verharmlosung der Schwere der Straftat beitrugen.
Der ERC zufolge führte die Art und Weise, wie der Fall in der Sendung behandelt wurde, zur Reviktimisierung des jungen Mädchens, das die Vergewaltigung erlitt. Der redaktionelle Ansatz wurde als schädlich angesehen, da er die grundlegenden Prinzipien des Schutzes von Opfern sexueller Straftaten nicht respektierte.
Die Regulierungsbehörde ist der Ansicht, dass TVI und das für die Sendung verantwortliche Team ihre Pflicht zu einer würdevollen und sensiblen Behandlung von Opfern sexueller Gewalt vernachlässigt haben. Die Entscheidung der ERC unterstreicht, wie wichtig es ist, dass die Medien diese Themen mit angemessener Sorgfalt und Respekt angehen.



