Die Arbeiterpartei PT hat den Obersten Gerichtshof um vollständige Aufhebung der Vertraulichkeit der Ermittlungen zur Banco Master gebeten. Die zwei Petitionen wurden am Mittwochabend (9. Oktober) eingereicht und an die Richter André Mendonça und Flávio Dino gerichtet, die die Verfahren am STF leiten.
Die PT argumentiert, dass vollständige Transparenz das „Gegenmittel" gegen das selektive und aus dem Zusammenhang gerissene Leck ist, das den öffentlichen Diskurs beeinträchtigt. Laut den Anwälten der Partei schadet die Veröffentlichung isolierter Auszüge dem öffentlichen Diskurs und verzerrt den Wahlkampf weniger als einen Monat vor den Wahlen, da die Kandidaten keinen Zugang zum vollständigen Kontext der Ermittlungen haben.
Am Mittwoch hatte sich Präsident Lula bereits für die vollständige Aufhebung der Vertraulichkeit aller an dem Master-Fall beteiligten Ermittlungen ausgesprochen und den Ausdruck „es koste, was es wolle" verwendet. Er bezeichnete den Fall als den größten Finanzbetrug in der Geschichte des Landes und forderte Erklärungen und sofortige Maßnahmen gegen das, was er als schwerwiegendes Problem betrachtete.




