Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, warnte, dass die Annullierung öffentlicher Schulden "finanziell gefährlich" wäre. Lagarde äußerte sich damit kritisch zu einem umstrittenen Vorschlag, der die Streichung der vom Zentralbank gehaltenen Schulden vorsieht.
Die EZB-Präsidentin versicherte ferner, dass sie derzeit "nichts zu berichten" habe über eine mögliche Teilnahme an den französischen Präsidentschaftswahlen. Lagarde machte keine Angaben dazu, ob sie beabsichtigt, sich in Zukunft um das Amt im Élysée-Palast zu bewerben.
Die Äußerungen erfolgen in einem Kontext politischer Debatten über alternative Vorschläge zur Bewältigung der europäischen Staatsverschuldung, wobei sich die EZB-Präsidentin klar gegen die von einigen Sektoren vorgebrachte Lösung der Schuldenstreichung aussprach.
Lagarde, die seit 2019 das Amt der EZB-Präsidentin innehat, ist eine häufige Stimme in den Diskussionen über die europäische Geldpolitik und hält sich derzeit von Spekulationen über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur in Frankreich fern.




