Richter Pablo Llarena vom spanischen Obersten Gerichtshof wird die Amnestie auf den ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemonts anwenden, sobald das Verfassungsgericht seine Doktrin zum Verbrechen der Veruntreuung festlegt, wegen dem der separatistische Anführer in Abwesenheit angeklagt ist. Llarena muss nicht warten, bis das Verfassungsgericht über die von Puigdemonts eingereichte Amparobeschwerde entscheidet, um das Amnestiegesetz anzuwenden.
Das Urteil, das bezüglich des Generalsekretärs von Junts, Jordi Turull, erlassen wird, wird entscheidend für die Bestimmung der Anwendung der Amnestie auf Puigdemonts sein, da beide wegen desselben Verbrechens der Veruntreuung angeklagt sind. Turull steht vor einem Prozess, in dem der Oberste Gerichtshof darüber entscheiden muss, ob die Amnestie diese Art von Straftat abdeckt.
Mit dieser Entscheidung könnte die Rückkehr von Carles Puigdemonts nach Spanien vorverlegt werden. Der Anführer von Junts befindet sich seit 2017 außer Landes, als er nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsversuch Kataloniens floh und so eine Festnahme durch die spanischen Behörden vermied.




