Die Weltstillwoche 2026 markiert den dritten Zyklus der Kampagne SMAM SDG 2030 mit dem Schwerpunkt auf Themenbereich 1: Ernährung, Ernährungssicherheit und Armutsreduzierung. Das Thema erkennt an, dass weltweit das ausschließliche Stillen 47% erreicht hat und sich damit dem Ziel von 50% nähert, das von der Weltgesundheitsversammlung für 2025 festgelegt wurde, das anschließend auf 60% bis 2030 erweitert wurde.
Weltweit schaffen es Millionen von Familien, die stillen möchten, nicht dies zu tun, nicht aus Mangel an Willen, sondern weil die Systeme um sie herum nicht die notwendige Unterstützung bieten. Die ersten Wochen nach der Geburt sind der Zeitraum der größten Verletzlichkeit, in dem Schmerzen, Schwierigkeiten beim Anlegen, die Wahrnehmung einer unzureichenden Milchproduktion und geringes Vertrauen zu frühzeitigem Abstillen führen können.
Zu den identifizierten wirksamen Strategien gehören die Betreuung während der ersten Woche, die Überweisung an Stillberater, Netzwerke zur Unterstützung unter Gleichgesinnten und telefonische Beratungsstellen, die insbesondere auf Erstgebärende, Kaiserschnittgeburten und Familien in vulnerablen Situationen ausgerichtet sind.
Die Unterstützung am Arbeitsplatz gilt als unerlässlich, um Chancengleichheit zu erreichen. Bezahlter Urlaub, Pausen zum Stillen oder Abpumpen von Milch und geeignete Räumlichkeiten sollten allen Arbeitnehmerinnen zugutekommen, einschließlich jener im informellen Sektor oder unter prekären Bedingungen. Die Kampagne fordert alle Akteure des Stillunterstützungsnetzwerks auf, zu messen, welche Maßnahmen wirken, und deren Reichweite zu erweitern.




