Das Bundeskriminalamt hat eine Operation eingeleitet, die auf den ehemaligen Sondersekretär für Kultur Mario Frias und eine Produktionsfirma abzielt, die für den Film "Dark Horse" (Kampfross) verantwortlich ist, der die Lebensgeschichte des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro erzählt. Die Untersuchung prüft den Verdacht auf Veruntreuung von Mitteln aus Parlamentsanträgen, die für kulturelle Einrichtungen bestimmt waren, die mit der Filmproduktion verbunden sind.
Den Ermittlungen zufolge wurden öffentliche Mittel in unrechtmäßiger Weise an Unternehmen und Organisationen weitergeleitet, die mit dem Filmprojekt verbunden sind. Die in diesem Fall analysierten Parlamentsanträge waren diejenigen, die an kulturelle Einrichtungen mit direkter oder indirekter Verbindung zur Produktion gerichtet waren.
Mario Frias, der von Bolsonaro zum Sondersekretär für Kultur ernannt wurde, ist eines der Ziele der Operation. Neben ihm wurden auch andere Beschuldigte von den von der Bundespolizei vollstreckten Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbeschlüssen betroffen.
Der Film "Dark Horse" ist ein Dokumentarfilm über Bolsonaros Werdegang, der während der Amtszeit des damaligen Präsidenten in Brasilien Premiere hatte. Die Operation zielt darauf ab, Beweise dafür zu finden, dass öffentliche Gelder, die für Kultur vorgesehen waren, für die Filmproduktion zweckentfremdet wurden.




