Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, verteidigte am Donnerstag, dem 10. September, großangelegte Investitionen in der EU, um die Sicherheit des Weltraums zu gewährleisten, während des internationalen Weltraumgipfels in Paris. Die Führerin der Gemeinschaftsbehörde betonte, dass „um an der Spitze zu bleiben, Europa gemeinsam handeln, großangelegt investieren und unseren Markt in einen wettbewerblichen Vorteil umwandeln muss", und kündigte „ein neues Zeitalter" der Technologie an.
Von der Leyen warnte, dass „die Sicherheit der Erde zunehmend von der Sicherheit im Weltraum abhängt", und verwies auf die russische Invasion in der Ukraine als Beispiel für die Auswirkungen auf den europäischen Weltraum. Die Präsidentin zählte blockierte und gefälschte Navigationssignale auf, die die Zivilluftfahrt stören, Cyberangriffe auf Satellitennetze, die kritische Infrastrukturen lahmlegen, und Drohnen, die Technologien nutzen, die von der Weltraumnavigation im europäischen Luftraum abhängen.
Brüssel betrachtet die Raumfahrtwirtschaft als strategische Chance und prognostiziert, dass ihr globaler Wert bis 2035 nahezu verdreifacht wird, von etwa 630 Milliarden auf 1,8 Billionen Dollar. Die EU hat bereits zwei Milliarden Euro durch die Cassini-Initiative mobilisiert und den Scaleup-Europe-Fonds mit fünf Milliarden Euro geschaffen, um strategische Technologien zu finanzieren.
Für den nächsten langfristigen Haushalt der EU hat die Kommission Mittel in Höhe von 131 Milliarden Euro für Verteidigung, Sicherheit und Weltraum vorgeschlagen, was dem Fünffachen der derzeit verfügbaren Finanzierung entspricht. Von der Leyen forderte ein koordiniertes europäisches Vorgehen und betonte, dass die jetzt getroffenen Entscheidungen den Platz Europas im Weltraum in den kommenden Jahrzehnten prägen werden.




