Ein Jahr nach seinem letzten Erscheinen vor Gericht kehrte der ehemalige Premierminister José Sócrates ohne Anwalt vor Gericht zurück. Der portugiesische Politiker, der sich wegen Korruptionsdelikten verantworten muss, trat in einer neuen Verhandlung als Angeklagter auf.
Während der Verhandlung kritisierte Sócrates die Richterin des Falls heftig, weil sie ihm nicht genügend Zeit für die Vorbereitung seiner Verteidigung eingeräumt hatte. Der ehemalige Regierungsvertreter brachte seinen Protest gegen die Art und Weise zum Ausdruck, wie das Verfahren geführt wird.
Sócrates erklärte öffentlich, dass er seit 12 Jahren unter dem leide, was er als "falsche Korruptionsanklage" bezeichnete. Diese Aussage zeigt die Position des Angeklagten angesichts der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.
Der Fall betrifft den ehemaligen Premierminister von Portugal, der 2014 im Rahmen einer Untersuchung wegen Wirtschaftsdelikten festgenommen wurde. Seitdem hat das Verfahren verschiedene Entwicklungen durchlaufen, mit zahlreichen Vertagungen und verfahrensrechtlichen Fragen, die von der Verteidigung aufgeworfen wurden.



