Das Außenministerium Ungarns teilte über Ministerin Anita Orbán am Dienstag mit, dass zehn russische Diplomaten aufgefordert wurden, das Land zu verlassen. Der Grund für die Ausweisung bezieht sich auf Aktivitäten, die als "für Diplomaten gemäß dem Wiener Übereinkommen inakzeptabel" betrachtet werden, eine indirekte Anspielung auf Spionageaktivitäten.
Moskau hat bereits damit gedroht, "schwere und schmerzhafte Vergeltungsmaßnahmen" als Reaktion auf die Ausweisungen zu ergreifen. Diese Reaktion seitens Russlands deutet darauf hin, dass der Vorfall die diplomatischen Spannungen zwischen den beiden Ländern eskalieren lassen könnte.
Die Reaktionen in der ungarischen Inlandspresse sind gespalten. Einige Sektoren unterstützen die Entscheidung der Regierung, während andere Bedenken hinsichtlich der potenziellen diplomatischen und politischen Konsequenzen dieser Maßnahme äußern.




