Papst Leo XIV sprach heute im Vatikan mit 147 Bischöfen aus fünf Kontinenten, darunter der Portugiese D. Pedro Fernandes, Bischof von Portalegre-Castelo Branco, die im vergangenen Jahr ernannt worden waren und an einem Fortbildungskurs teilnehmen, der von verschiedenen Organismen des Heiligen Stuhls organisiert wurde. Die Audienz schloss die Arbeiten des Kurses „Bischöfe, Diener der Gemeinschaft in der Kirche und in der heutigen Welt" ab.
In seiner Ansprache betonte der Papst, dass die Entwicklungen der Kommunikationstechnologien und der künstlichen Intelligenz zwar Möglichkeiten eröffnet haben, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren, die Menschheit jedoch nicht von der Sünde und ihren Folgen befreien können. Er verwies darauf, dass die globalen Krisen diese Grenze der technologischen Innovationen tragisch demonstrieren, und nannte die Enzyklika „Magnifica Humanitas" als eine Vision und Methode zur Bewältigung der Herausforderung, das Menschliche im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu bewahren.
Leo XIV ermahnte die Bischöfe, ihre Autorität als einen Liebesdienst auszuüben, wobei sie der seelsorgerischen Nähe und der Fürsorge für die Priester ihrer jeweiligen Diözesen Priorität einräumen sollten. Er empfahl, die Menschen, die ihnen anvertraut wurden, zu lieben, ihre Namen zu lernen, ihre Geschichten anzuhören und in ihre Häuser zu gehen. Er bat ferner um besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen und Kranke und betonte, dass manchmal ein Anruf, ein Besuch oder ein warmherziges Wort genügt.
Der Papst forderte insbesondere die Verantwortlichen der jungen Kirchen heraus, ein missionarisches Herz zu kultivieren, und erklärte, dass der missionarische Bischof ein Herz haben muss, das für alle offen ist: nicht nur für diejenigen, die die Pfarreien besuchen, sondern auch für Christen anderer Konfessionen, Gläubige anderer Religionen, Menschen ohne Glauben und alle Männer und Frauen guten Willens.




