Die Hälfte der Migränepatienten in Spanien, mehr als sechs Millionen, behandelt sich selbst mit Schmerzmitteln ohne Rezept und ohne ärztliche Überwachung, während 12,7 % Opioide zur Schmerzlinderung verwenden. Diese Praktiken werden von den Neurologen als „dringend abzuraten" eingestuft, laut einer neuen Studie der Kopfschmerzstudiengruppe der Spanischen Neurologischen Gesellschaft (SEN).
Die Spezialisten warnen, dass diese Formen der Selbstmedikation ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die Patienten darstellen. Die längerfristige und unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln und Opioiden kann die sogenannten Kopfschmerzen durch Medikamentenmissbrauch verursachen, einen Zustand, bei dem die Behandlung selbst zusätzliche Kopfschmerzen hervorruft.
Darüber hinaus betonen die Neurologen, dass diese Praktiken die Chronifizierung der Krankheit begünstigen und episodische Migräneanfälle in eine chronische Erkrankung umwandeln, die schwieriger zu behandeln ist. Der Medikamentenmissbrauch beeinträchtigt den natürlichen Verlauf der Krankheit und kann die Lebensqualität der Patienten langfristig erheblich verschlechtern.




