BNP Paribas rechnet mit zwei Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank im September und Dezember sowie ebenfalls zwei durch die Federal Reserve (Fed) in denselben Monaten, entsprechend dem am 10. September vorgestellten Ausblick der französischen Bank.
Für 2027 erwartet die Bank eine Zinserhöhung durch die Fed im ersten Quartal, während die EZB die Zinsen unverändert lassen dürfte. Die Bank of Japan dürfte die Zinsen im September, Dezember und März 2027 anheben, während die chinesische Zentralbank die Zinsen bis zum Jahresende unverändert lassen soll.
Die Bank hebt als zentrale Themen die Widerstandsfähigkeit des Wachstums und die hartnäckige Inflation hervor. Der Chefökonom Luigi Speranza betonte, dass künstliche Intelligenz und Ausgaben im Verteidigungssektor eine Stärkung der Wirtschaft darstellen könnten. Der Leiter des Bereichs entwickelte Märkte, Paul Hollingsworth, erklärte, dass die globale Wirtschaft besser auf Widerstandsfähigkeit gegen Schocks vorbereitet ist.
Auf dem Kreditmarkt gab der Stratege Viktor Hjort an, dass wir uns nicht mehr in einem Bullenmarkt befinden, aufgrund des sogenannten "Überangebots an Anleihen" auf der Angebotsseite. Hyperscaler wie Google, Amazon, Microsoft, Meta und Oracle stehen im Zentrum dieses Themas, mit Anleiheemissionen, die 2027 voraussichtlich 400 Milliarden Dollar erreichen werden, wenn erwartet wird, dass die Investitionen (Capex) dieser Unternehmen auf 1,2 Billionen Dollar steigen.




