Der Landwirteverband von Portugal (CAP) vertrat die Ansicht, dass die vom Staat für den Weinsektor im Douro angekündigten Hilfen in Höhe von 12 Millionen Euro auf die übrigen Weinbaugebiete des Landes ausgeweitet werden müssen. In einer Erklärung erklärte der Generalsekretär der CAP, Luís Mira, dass die Solidarität mit dem Douro unzweifelhaft sei, er jedoch nicht akzeptiere, dass sich diese in einem Vergessen der Erzeuger in den anderen Weinbaugebieten niederschlage.
Der Verband nennt eine Reihe von Problemen, die allen Weinbaugebieten gemeinsam sind, darunter den Konsumrückgang, den Rückgang der Exporte, die Lagerbestandsanhäufung, den Anstieg der Produktionskosten und die Liquiditätsschwierigkeiten. Die CAP warnt zudem vor dem Druck, der durch den Zustrom von spanischem Fasswein auf den portugiesischen Markt entsteht, der häufig ohne angemessene Kontrolle und zu Preisen ankommt, mit denen die nationalen Erzeuger nicht konkurrieren können, was jährliche Schäden in Höhe von Dutzenden Millionen Euro verursacht.
Die Organisation setzt sich für eine Verstärkung der Kontrollen, Rückverfolgbarkeit und Überwachung des importierten Weins ein, sowie für klare Informationen über die Herkunft der Produkte. Die CAP vertritt ferner die Ansicht, dass der spanische Sektor Beihilfen für Produktionsfaktoren erhält, die mehr als 30-mal höher sind als die für portugiesische Landwirte gewährten, was den Wettbewerbsunterschied zwischen den beiden Ländern verschärft.
Nach Ansicht des Verbands sollte die Antwort der Regierung nicht auf punktuelle Maßnahmen für den Douro beschränkt werden, sondern strukturelle Maßnahmen umfassen, die für den gesamten Sektor und alle Produktionsgebiete gelten. Die Organisation fordert zudem eine erhebliche Aufstockung der Mittel zur Förderung der portugiesischen Weine auf den internationalen Märkten. Auch die Vereinigung der nationalen Weinursprungsbezeichnungen (ANDOVI) vertrat die Ansicht, dass die Krise eine nationale, koordinierte und strukturelle Antwort erfordert, die sich nicht auf die Unterstützung des Douro beschränken darf.




