Gemäß Artikel 159 der portugiesischen Straßenverkehrsordnung können die Kontrollbehörden einen Führerschein präventiv beschlagnahmen, wenn sich das Dokument in einem Erhaltungszustand befindet, der jede Angabe oder jeden Vermerk unleserlich macht. Diese Maßnahme steht nicht im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitung, Alkohol oder Punktabzug, sondern mit dem physischen Zustand des Dokuments selbst.
Ein einfacher Kratzer, eine Markierung oder Abnutzung reichen nicht aus, um eine Beschlagnahme auszulösen, solange alle Informationen auf dem Dokument weiterhin lesbar bleiben. Der entscheidende Faktor ist, dass der Erhaltungszustand das Lesen einer Angabe oder eines Vermerks verhindert, die auf dem Dokument enthalten sind, wie es der Fall ist, wenn der Führerschein zerbrochen, stark beschädigt oder von Feuchtigkeit betroffen ist.
Die Beschlagnahme des Dokuments bedeutet nicht den Verlust der gesetzlichen Fahrerlaubnis und unterscheidet sich von einem Entzug oder einem Fahrverbot. Der Fahrer erhält eine Fahrerlaubnisbescheinigung als Ersatz für den beschlagnahmten Führerschein, die für den erforderlichen Zeitraum gültig und bei berechtigtem Grund verlängerbar ist.
Wer einen beschädigten Führerschein hat, kann die Ersatzausstellung des Dokuments beantragen, bevor er in einer Verkehrskontrolle mit dieser Situation konfrontiert wird, über IMTOnline, in einem Bürgerbüro oder bei einer Geschäftsstelle des Instituts für Mobilität und Verkehr. Diese Ersatzausstellung aufgrund schlechten Erhaltungszustands unterscheidet sich von einer Verlängerung, da ein Führerschein innerhalb der Gültigkeitsdauer sein kann und dennoch ersetzt werden muss, weil er zu stark beschädigt ist.




