Das Toronto International Film Festival ist mit dem brasilianischen Film „Vicentina pede desculpas" von Gabriel Martins in die offizielle Programmierung gestartet. Der Spielfilm wird am Samstag beim kanadischen Festival seine Gala-Premiere haben, das als einer der wichtigsten Indikatoren für die weltweite Award-Saison gilt.
Regisseur Gabriel Martins, ein 38-jähriger Filmemacher aus Minas Gerais, hat zuvor das brasilianische Publikum und die Kritik mit „Marte um" (2022) begeistert, einem in Contagem in der Metropolregion Belo Horizonte angesiedelten Drama. Der Film erzählt die Geschichte eines Jungen, der zwischen dem Wunsch seines Vaters, Fußballprofi zu werden, und seinem Traum, Astrophysik zu studieren, hin- und hergerissen ist.
„Vicentina pede desculpas" stellt Martins bisher ehrgeizigstes Projekt dar. Die Auswahl für das Toronto-Festival verschafft der brasilianischen Produktion eine privilegierte Position im Kampf um internationale Anerkennung, insbesondere angesichts der Bedeutung des kanadischen Events für die Award-Saison.
„Marte um" wurde zu einem Phänomen im brasilianischen Filmschaffen und zog über 100.000 Zuschauer in die Kinos. Im Juni dieses Jahres schaffte es das Werk in die Liste der 100 besten brasilianischen Filme aller Zeiten, ermittelt durch eine Abstimmung des GLOBO, an der über 200 Branchenexperten teilnahmen. Gabriel Martins freute sich über die Auswahl und erklärte: „Eine riesige Freude".




