Die portugiesische Regierung hat Pläne angekündigt, im Schuljahr 2027/28 ein Pilotprojekt zur Fusion der 1. und 2. Stufe der Grundschule zu starten. Diese Information wurde vom Minister für Bildung, Wissenschaft und Innovation, Fernando Alexandre, in Interviews mit Renascença und Público bekannt gegeben.
Die Änderung wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung, Qualität und Bewertung vorbereitet, das an der Überarbeitung der wesentlichen Lerninhalte und des Lehrplans arbeitet. Ziel ist es, die beiden Stufen anzunähern, wobei der Minister zugibt, dass die Änderung nicht unbedingt das Ende des Monodokumentitätssystems in der 1. Stufe bedeuten wird. Der Übergang von der 4. zur 5. Klasse könnte somit nicht mehr eine so ausgeprägte Veränderung im Unterrichtsmodell darstellen.
Die Reform soll auch eine Reduzierung der Unterrichtsbelastung der Lehrer der 1. Stufe beinhalten, die derzeit 25 Wochenstunden Unterrichtszeit haben, im Vergleich zu 22 Stunden der übrigen Lehrkräfte zu Beginn ihrer Laufbahn. Fernando Alexandre ist der Ansicht, dass dieser Unterschied keinen Sinn mehr macht, und erwägt, die Unterrichtsbelastung der Lehrer der 1. Stufe an die der übrigen Lehrkräfte anzupassen, mit einer Neugestaltung der Schulzeit und der Aktivitäten der Schüler.




