Die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro hat das Projekt Reviver Cinema ins Leben gerufen, um Vorführsäle in den Straßen der Stadt wiederzueröffnen. Die Initiative zielt darauf ab, die Filmtradition der Hauptstadt des Bundesstaates Rio de Janeiro wiederzubeleben, die in verschiedenen Epochen zahlreiche Stadtteilkinos besaß.
Das Projekt wird in einem nostalgischen Ton präsentiert, der an die Geschichte des Cine Matilde erinnert, das am 15. März 1963 im Stadtteil Bangu in der Westzone von Rio eröffnet wurde. Der Vorführsaal wurde von dem Händler Antônio Gama da Silva konzipiert, der ihn nach dem Namen seiner Frau benannte.
Das Cine Matilde befand sich in der gleichnamigen Galerie in der Avenida Ministro Ary Franco und verfügte über 1.360 gepolsterte Sitzplätze sowie eine ovale Leinwand, die eine gute Sicht von jedem Punkt des Publikums gewährleisten sollte. Der Raum verfügte auch über ein leistungsstarkes zentrales Klimatisierungssystem.
Jedoch war die lokale elektrische Infrastruktur nicht darauf vorbereitet, alle modernen Geräte des Kinos zu unterstützen. Angesichts der Überlastung mussten die Verantwortlichen improvisieren und verwendeten Ventilatoren sowie Lüftungsrohre, die mit Eis gefüllt waren, um den Raum zu klimatisieren, bis sie eine Erhöhung der Stromversorgung beantragen konnten.




