Die Justiz von Hongkong verurteilte heute das Unternehmen, das die nordamerikanische Zeitung Wall Street Journal besitzt, weil es eine Reporterin daran hinderte, ein Gewerkschaftsamt zu übernehmen. Die Entscheidung wurde vor Gericht in der Sonderverwaltungsregion getroffen.
Die betreffende Reporterin erhob Klage gegen das Unternehmen, das den WSJ besitzt, und behauptete, daran gehindert worden zu sein, ein Amt in einer Arbeitnehmergewerkschaft auszuüben. Das Gericht erkannte die Verletzung der Rechte der Arbeitnehmerin in diesem Aspekt an.
Das Gericht wies jedoch den Vorwurf der ungerechtfertigten Entlassung zurück, den die Reporterin erhoben hatte. Die Entscheidung zeigt, dass das Unternehmen zwar eine Unregelmäßigkeit begangen hat, indem es in die Gewerkschaftstätigkeit eingegriffen hat, aber nicht als schuldig befunden wurde, die Arbeitnehmerin unrechtmäßig entlassen zu haben.
Der Fall bezieht sich auf den Betrieb des Wall Street Journal in Hongkong und wirft Fragen zu den Arbeitsrechten und der Gewerkschaftsfreiheit in der chinesischen Sonderverwaltungsregion auf.



