Der Casemates-Platz, bekannt als Ort der Militärparaden in Gibraltar, war an diesem Mittwoch, dem 10. September, erneut das Herz der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag des Territoriums. Die Gibraltarier versammelten sich, um ihre Identität zu feiern, die aus einer Mischung aller Völker resultiert, die diesen Felsen unter britischer Souveränität seit 1713 bewohnt haben, schwenkten ihre Fahnen und nahmen an den traditionellen Festlichkeiten teil. Eine Delegation britischer Politiker aus dem gesamten parlamentarischen Spektrum war bei der Veranstaltung anwesend, wie es Tradition ist.
Dieses Jahr markiert ein historisches Datum: Es ist der erste Nationalfeiertag Gibraltars ohne den Zaun, die Grenzbarriere, die das Territorium vom Rest Spaniens trennte. Das historische Abkommen, das am 15. Juli in Kraft trat, ermöglichte die vollständige Öffnung der Grenze und stellte eine bedeutende Veränderung in den Beziehungen zwischen Gibraltar und Spanien nach Jahrzehnten der Grenzkontrolle dar.
Die Feier hat auch einen Abschiedscharakter. Es wird der letzte Nationalfeiertag mit Fabián Picardo als Regierungschef des Felsens sein. Picardo kündigte seinen Rückzug aus der ersten Reihe der Politik nach fünfzehn Jahren an der Spitze der gibraltarischen Regierung an, was das Ende einer politischen Ära markiert, die tiefe Spuren in der Verwaltung des Territoriums hinterlassen hat.
Die gibraltarischen Behörden beanspruchen die mit dem Abkommen erzielten Ergebnisse: Es wurde kein Zentimeter britischer Souveränität aufgegeben. Die für diesen Anlass vorgesehene Rede wird emotional sein, aber auch reklamierend, und die durch die Verhandlungen erzielten Erfolge feiern, die diese neue Phase in den Grenzbeziehungen ermöglichten.




