Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu besuchte am Mittwoch die israelischen Truppen im Süden Syriens auf dem Gipfel des Berges Hermon, wo er die absolute militärische Kontrolle über weite Gebiete des Nahen Ostens erklärte. Begleitet vom Verteidigungsminister Israel Katz erklärte Netanyahu, dass Tel Aviv eine geografisch-militärische Dominanzposition innehat, die sich vom Gipfel des Hermon bis zum Yarmouk-Fluss und zur Mittelmeerküste erstreckt, und wies die Festsetzung bewaffneter gegnerischer Gruppen in der gesamten angrenzenden Zone zurück.
Der Leiter der israelischen Regierung stellte die Situation als operatives Ergebnis des sogenannten «Errettungskrieges» dar, ein Begriff, der für die militärische Intervention nach den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 durch die Hamas verwendet wird. Israel Katz richtete auch direkte Warnungen an die syrische Führung, die sich 35 Kilometer von dieser Position entfernt befindet, und bekräftigte, dass die israelischen Streitkräfte in der Sicherheitszone verbleiben und den Ort nicht verlassen werden.
Netanyahu bekräftigte, dass die israelische Sicherheitsstrategie als vorrangiges Ziel die Eindämmung der vom Iran geführten militärischen Einflussnetzwerke verfolgt, und vertrat die Ansicht, dass die Führung in Tehran mit erheblichen operativen und politischen Schwächen konfrontiert ist und sich die sogenannte regionale «Achse» der Verbündeten in einer Phase der Auflösung befindet. Die Erklärung erfolgt im Anschluss an die am 28. Februar begonnenen Luftkampagnen, die in Abstimmung mit Washington gegen iranische Ziele durchgeführt wurden.
Die israelischen Streitkräfte besetzen seit dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad im Dezember 2024 militärische Positionen im Süden Syriens, wobei Tel Aviv die Schaffung eines Pufferstreifens als «Sicherheitszone» begründete. Die neue Regierung in Damaskus hat die Übergriffe und Bombardierungen als Verletzung der syrischen Souveränität bezeichnet. Das militärische Highlight erfolgt wenige Wochen vor den israelischen Parlamentswahlen am 27. Oktober, in einem Kontext, in dem Netanyahu um die Fortsetzung seines Regierungsprojekts kämpft.




