Die Europäische Kommission hat einen Gesetzgebungsvorschlag vorgelegt, der europäischen Lieferanten bei strategischen öffentlichen Dienstleistungsaufträgen Vorrang einräumt. Die Maßnahme zielt gezielt auf chinesische Unternehmen ab, die in diesem Sektor tätig sind.
Der EU-Exekutiv kündigte diesen Vorschlag als Mittel zum Schutz europäischer Interessen auf dem Markt für öffentliche Beschaffungen an. Die Gesetzgebung würde den Ausschluss oder die Erschwerung der Teilnahme chinesischer Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen ermöglichen, die als strategisch eingestuft werden.
Der betreffende Jahresmarkt beläuft sich auf etwa 2 Milliarden Euro. Dieser Betrag spiegelt die Größe der von dem Vorschlag erfassten öffentlichen Dienstleistungsaufträge wider.
Die Europäische Kommission begründet die Maßnahme mit Sicherheitsbedenken und wirtschaftlicher Souveränität. Der Vorschlag fügt sich in einen breiteren Trend zur Stärkung der europäischen Industriepolitik angesichts der internationalen Konkurrenz ein.




