Die Dating-App Tinder hat eine Klage gegen die portugiesische Startup Swipeless eingereicht, die Abendessen unter Fremden organisierte, um die Bildung persönlicher Beziehungen anstelle von Online-Treffen zu fördern. Das amerikanische Unternehmen ist der Ansicht, dass Swipeless gegen sein geistiges Eigentum verstoßen hat, da das Konzept des „Swipe" (Wischen) eine zentrale Funktion von Tinder zur Herstellung von Matches ist. Tinder hat daraufhin eine Berufung in Höhe von 30.000 Euro eingelegt, um dieses Argument weiterzuverfolgen.
Die Klage wurde vor dem Gericht für geistiges Eigentum in Lissabon gegen die Unternehmerin Diana Taborda eingereicht, die einen Master in Ingenieurwesen und Industriemanagement von der FEUP besitzt und als Assistentin des Chief Technology Officer des Einhorns Sword Health tätig ist. Swipeless wurde 2023 gegründet und hatte ihren Sitz in der Stadt Pedroso in Vila Nova de Gaia, im gemeinsamen Besitz von Diana Taborda und Sandra de Neri Esteves zu gleichen Teilen, sowie Nuno Tavares Macedo mit 20% der Beteiligung.
Die Plattform organisierte persönliche Treffen in verschiedenen portugiesischen Städten wie Porto, Lissabon, Braga, Coimbra, Aveiro, Viseu und Setúbal, donnerstags, freitags und samstags um 20 Uhr. Die Teilnehmer bezahlten 10,99 Euro pro Ticket und hatten Anspruch auf ein „Gruppen-Match" mit Spielen zwischen Personen derselben Altersgruppe und gemeinsamer Interessen, wobei das Abendessen separat bezahlt wurde. Swipeless funktionierte ähnlich wie das französische Unternehmen Timeleft.
Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1.605 Euro und meldete Verluste in Höhe von 345 Euro. Nach Kontaktaufnahme des ECO mit der Leitung von Swipeless wurden die Website und das Instagram-Konto des Unternehmens gelöscht, wobei nur die Facebook- und LinkedIn-Konten verblieben. Diana Taborda gab an, dass sie die Angelegenheit in der nächsten Woche mit ihrem Anwaltsteam pr




