Das Abgeordnetenhaus stimmte am Donnerstag über einen Gesetzentwurf zur Gewährung der spanischen Staatsbürgerschaft an Saharier ab, die unter spanischer Verwaltung geboren wurden. Die Partido Popular lehnte diese Maßnahme nicht ab, in einem Moment eines intensiven politischen Debatts.
Die Parlamentsdebatte fand mitten in der Migrationskrise in Ceuta statt, nach der Migrationswelle im Sommer. Die Abstimmung erfolgte auch in derselben Woche, in der der Oberste Gerichtshof die Wahlwirkungen des sogenannten „Enkelgesetzes" aussetzte, einer Bestimmung des Erinnerungsgesetzes.
Das „Enkelgesetz" beabsichtigt ebenfalls, die spanische Staatsbürgerschaft an Nachkommen von Flüchtlingen des Bürgerkriegs und der Diktatur zu gewähren, von denen viele in lateinamerikanische Länder auswanderten. Dieses Gesetz hat Kontroversen und rechtliche Fragen zu seinen Auswirkungen ausgelöst.




