Simone Tebet, Kandidatin für den Senat für São Paulo für die PSB und ehemalige Ministerin der Lula-Regierung, verteidigte während einer am Mittwoch (9.) bei Band durchgeführten Debatte „schonungslose" Ermittlungen am Obersten Gerichtshof. Tebet erklärte, Brasilien durchlebe die größte institutionelle Krise seiner Geschichte und es müssten ohne Unterscheidung Ermittlungen angestellt werden.
Die Debatte umfasste auch andere Senatskandidaten, darunter André do Prado (PL), Marina Silva (Rede), Guilherme Derrite (PP), Ricardo Salles (Novo), Geraldo Rufino (Wir) und Soninha Francine (Cidadania). Im ersten Block der Debatte wählte Tebet Derrite aus, um eine Frage zur Frauengesundheit zu stellen, ein Thema, das in den Wahlwerbungen der Kandidatin hervorgehoben wurde.
Tebet erklärte, dass São Paulo ebenso wie der Rest des Landes drei große Probleme hat: öffentliche Sicherheit, Gesundheit und Korruption. Ihrer Meinung nach ist das Korruptionsproblem im Staat und in Brasilien endemisch und muss angegangen werden.
Die Kandidatin kommentierte auch die Notwendigkeit von Ermittlungen am STF und erklärte: „Wenn das Oberste Gericht nichts tut, muss der Senat handeln." Sie verteidigte, dass die Ermittlungen unabhängig davon stattfinden müssen, wen es betrifft, und betonte die Bedeutung, die institutionelle Krise anzugehen, die das Land durchlebt.




