Genoveva Barros befindet sich im Regionalkrankenhaus São Francisco de Assis auf der kapverdischen Insel Fogo, um ihren 11-jährigen Enkel zu trösten, den Überlebenden einer Katastrophe, bei der 25 Menschen ums Leben kamen. Die Großmutter versichert ihm, für ihn da zu sein, und sagt: „Oma ist da, wenn du mich brauchst".
Genoveva verschweigt dem Jungen jedoch eine schmerzhafte Nachricht: Seine Schwester, 15 Jahre alt, kam bei demselben Unfall ums Leben. Die Familie beschloss, dem Kind diese Information nicht direkt mitzuteilen, in der Annahme, dass die Psychologen es zum appropriate Zeitpunkt tun würden.
Die Großmutter erklärte, dass sie noch nicht den Mut hatten, dem Enkel vom Tod seiner Schwester zu erzählen. Diese Entscheidung wurde von der Familie getroffen, um das Kind emotional zu schützen und die Übermittlung einer so schwierigen Nachricht den Fachleuten für psychische Gesundheit zu überlassen.
Das Regionalkrankenhaus São Francisco de Assis wurde zum Anlaufpunkt für viele von der Tragödie auf der Insel Fogo betroffene Familien, wo die Überlebenden versorgt werden und wo auch psychologische Unterstützung für die Angehörigen angeboten wird, die versuchen, mit den Verlusten umzugehen.



