Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation, Josef Aschbacher, hat sich am Mittwoch für eine Investition von 10 Milliarden Euro im nächsten Jahrzehnt ausgesprochen, um die europäische Weltraumautonomie zu stärken. Der Vorschlag umfasst die Entwicklung eigener Fähigkeiten für den Transport von Astronauten, einem Bereich, in dem Europa derzeit von anderen Weltraummächten abhängig ist.
Die zentrale Frage, die Aschbacher stellte, wurde klar formuliert: „Werden wir Passagiere oder Piloten sein?" Diese Aussage fasst die Besorgnis der Agentur über die künftige Rolle Europas im Weltraumsektor zusammen und die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von anderen Nationen für bemannte Missionen zu verringern.
Der vom Generaldirektor vorgelegte Vorschlag wird im Dezember von den Mitgliedsländern der Europäischen Weltraumorganisation geprüft, die über die Zuweisung dieser erheblichen Mittel für das nächste Jahrzehnt entscheiden müssen.
Die vorgeschlagene Investition zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Europa autonom an Weltraummissionen teilnehmen kann, ohne ausschließlich von von anderen Weltraummächten entwickelten Transportsystemen abhängig zu sein, wie etwa von den Vereinigten Staaten oder Russland.



