Die Nationale Gewerkschaft der Zivilluftfahrtpiloten (SPAC) ersuchte darum, vor dem Abschluss des Privatisierungsprozesses der TAP vom Staat angehört zu werden, und betrachtet dies als eine strukturelle Investition, die über Jahrzehnte hinweg die Zukunft der Flotte, des Lisboa-Hubs, der Beschäftigung und der Entscheidungsfähigkeit der Gesellschaft in Portugal bestimmen wird.
Die SPAC vertritt die Ansicht, dass die endgültigen Angebote der beiden verbliebenen Bieter, Lufthansa und Air France-KLM, konkrete, messbare und dauerhafte Zusagen über die Zukunft der Gesellschaft enthalten müssen, und warnt, dass die Entscheidung nicht auf das angebotene Preisgebot oder allgemeine Absichtserklärungen reduziert werden darf. Der Präsident der Gewerkschaft, Hélder Santinhos, wies darauf hin, dass der Staat jetzt über seine größte Verhandlungsmacht verfügt und dass nach der Auswahl des Investors die Fähigkeit Portugals, Garantien zu fordern, zwangsläufig geringer sein wird.
Die Gewerkschaft stellte fünf grundlegende Fragen, die geklärt werden müssen: Welche Flotte wird die TAP haben und wer wird das Wachstum des Betriebs ab Lissabon sicherstellen, welche Produktion wird im AOC der TAP verbleiben, welche Garantien hinsichtlich Beschäftigung und Karrieren übernommen werden, welche Zukunft ist für Portugália und für die Wartung und Instandhaltung vorgesehen, und welche tatsächliche Entscheidungsfähigkeit wird in Portugal verbleiben.
Obwohl sie sich für die Privatisierung ausspricht und anerkennt, dass das Unternehmen Stabilität der Aktionäre, Investitionskapazität und Integration in eine robuste europäische Gruppe benötigt, betonte die SPAC, dass sie nicht beabsichtigt, den Aktionär auszuwählen oder sich an die Stelle der Regierung zu setzen, sondern lediglich dazu beizutragen, dass Portugal die bestmögliche Wahl trifft.




