Der ehemalige Eurogruppenpräsident und ehemalige Finanzminister Mário Centeno war der Ansicht, dass Maßnahmen wie die Pensionsprämie und die Steuerentlastung nicht außerhalb des Kontexts des Staatshaushalts hätten angekündigt werden sollen. Die Aussagen erfolgten als Reaktion auf die vom Premierminister während der Debatte über das Misstrauensvotum am Dienstag bekannt gegebenen Maßnahmen.
Centeno wies darauf hin, dass diese sozialen Unterstützungsmaßnahmen auf „ad hoc"-Weise angekündigt wurden, das heißt, opportunistisch und ohne die gebührende Abstimmung mit dem Haushaltsverfahren. Seiner Ansicht nach sollten solche Entscheidungen geplant und im Rahmen des Staatshaushalts vorgelegt werden.
Der ehemalige Regierungsvertreter, der das Finanzministerium während der Regierung von António Costa leitete, äußerte Bedenken hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Maßnahmen kommuniziert wurden, und schlug vor, dass ihre Umsetzung den ordnungsgemäßen Haushaltsverfahren folgen sollte.
Die Debatte über das Misstrauensvotum, die am Dienstag stattfand, soll die Gelegenheit gewesen sein, die der Premierminister wählte, um diese Unterstützungsmaßnahmen für die Bürger anzukündigen, was Kritik von Centeno hinsichtlich der Methodik der Kommunikation dieser öffentlichen Maßnahmen hervorrief.




