Der Premierminister Luís Montenegro forderte eine Reflexion über die Ergebnisse Portugals im Programme for International Student Assessment (PISA), räumte ein, dass die Daten eine eingehende Analyse der im Bildungsbereich getroffenen Entscheidungen erfordern. Der Amtsträger erkannte an, dass es notwendig ist, vergangene Entscheidungen zu prüfen, um den Rückgang der Lernindikatoren portugiesischer Schüler zu verstehen.
Montenegro nutzte die Gelegenheit, um die Haltung des ehemaligen Bildungsministers João Costa angesichts der Verschlechterung der Ergebnisse zu loben. Der Premierminister hob die „Ehrenhaftigkeit" von Costa hervor und bezog sich damit auf die Art und Weise, wie der ehemalige Amtsträger die Verschlechterung der Lernniveaus während seiner Amtszeit offen anerkannte und öffentlich darüber sprach.
Die PISA-Ergebnisse sind kontinuierlich gesunken, was im nationalen Bildungsumfeld Besorgnis ausgelöst hat. Dieser negative Trend wird verschiedenen Faktoren zugeschrieben, darunter bildungspolitische Maßnahmen der letzten Jahre sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Bildungssystem.
Der Premierminister vertrat die Ansicht, dass der Fokus nun darauf liegen sollte, Lösungen zu finden, um diesen Rückgangstrend umzukehren. Montenegro betonte die Notwendigkeit einer ruhigen und verantwortungsvollen Debatte über die Zukunft der Bildung in Portugal, ohne nach Schuldigen für die Vergangenheit zu suchen, sondern aus den identifizierten Fehlern zu lernen.



